Nach Urteil: Berliner Polizei hält an Größenvorgaben für Bewerber fest

Berliner Polizistinnen müssen mindestens 1,60 Meter groß sein, bei Männern gilt 1,65 Meter als unterste Grenze

Auch nach dem Urteil aus Düsseldorf, dass eine 1,61 Meter große Frau sich für den Polizeidienst bewerben darf, hält die Berliner Polizei an ihren bestehenden Einstellungsbestimmungen fest. "Es gilt auch weiterhin eine Mindestgröße für Bewerber", so Winfried Wenzel, Sprecher der Polizei Berlin. In der Hauptstadt gelten 1,60 Meter für Frauen und 1,65 Meter für Männer als Mindestgröße. Derzeit sehe man keinen Grund, an der Praxis was zu ändern.

Das Verwaltungsgericht Düsseldorf hatte am Dienstag entschieden, dass die Mindestgröße für Polizeibewerber in Nordrhein-Westfalen rechtswidrig ist. Geklagt hatte eine Frau, die 1,615 Meter groß ist und damit die Vorgabe von 1,63 für Frauen in NRW nicht erfüllt hatte. (AZ: 2 K 7427/17). Männer müssen 1,68 Meter groß sein. Dem Urteil zufolge geht das Innenministerium grundsätzlich ab einer Größe von 1,63 Metern sowohl bei Frauen als auch bei Männern davon aus, dass sie körperlich für den Polizeidienst geeignet sind. Die Mindestgröße für Männer setzt das Ministerium mit 1,68 Metern dennoch höher an, um zu verhindern, dass im Verhältnis wesentlich mehr Männer als Frauen die Voraussetzung erfüllen. Das Ministerium begründe dies mit der Gleichberechtigung und habe die Praxis per Erlass festgelegt, hieß es.

Das Verwaltungsgericht hält die Größenfestlegung für männliche Bewerber für rechtswidrig. Die Richter verwiesen auf den Grundsatz der Bestenauslese im Grundgesetz, wonach nur Eignung, Befähigung und fachliche Leistun...

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