Urteil in Berlin: 15-Jährige vergewaltigt: Haftstrafe für Stephan K.

Der angeklagte einstige Profi-Boxer wurde verurteilt (Archivbild)

Es war die typische Konstellation bei Vergewaltigungsprozessen: Aussage gegen Aussage. Eine Moabiter Jugendkammer glaubte am Ende dem 15-jährigen mutmaßlichen Opfer. Richter Uwe Nötzel sprach bei der Urteilsbegründung von "harten Indizien". In der Konsequenz verurteilte die Kammer den 39-jährige Stephan K. wegen Vergewaltigung und Körperverletzung zu drei Jahren und neun Monaten Haft.

Kennengelernt hatten sich Stephan K. und die 15-jährige Natalie L. (Name geändert) über das Internet: erst Instagram, dann Snapchat und schließlich, als der Austausch der Informationen persönlicher wurde Whatsapp. Stephan K. nannte sich dort Maik. Die Kammer geht nach der umfangreichen Beweisaufnahme davon aus, dass Stephan K. wusste, dass es sich bei Natalie L. um eine 15-Jährige handelt.

Er hatte über einen Fake-Account unter dem Namen Daysie Steward parallel mit dem Mädchen kommunziert und ihr erzählt, was dieser Maik für ein toller Typ sei: Reich, einfühlsam, großzügig und es stimme auch, dass er ein eigenes Reitpferd besitze.

Angeklagter wollte dem Opfer angeblich sein Pferd zeigen

Dieses Pferd wollte Stephan K. der Schülerin angeblich zeigen, als er sich mit ihr am 31. Oktober 2016 um 9.30 Uhr am S-Bahnhof Waidmannslust traf. Sie fuhren mit seinem Mercedes zu einem Waldstück in der Nähe von Lübars. Natalie L.s Ausssage zufolge packte der gut 1,90 Meter große, durchtrainierte Mann sie dort plötzlich von hinten, nahm sie in einen Würgegriff, zwang sie Boden und vergewaltigte sie.

Vor Gericht gab ...

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