Urlaubsplanung "verbockt": Ryanair streicht 2100 Flüge

Ryanair streicht 2100 Flüge

Bis Ende Oktober müssen Passagiere von Ryanair zittern, ob ihr Flug planmäßig stattfindet oder nicht. Pro Tag fallen 40 bis 50 Flüge aus – und die Airline ist selbst schuld an den Streichungen.

Statt wie in den nächsten Wochen 40 bis 50 am Tag waren es am gestrigen Sonntag sogar 82 Flüge, die die Airline Ryanair ausfallen ließ. Ärgerlich für die Passagiere, die wahrscheinlich auch die entwaffnende Ehrlichkeit des Marketingvorstands Kenny Jacobs nicht trösten wird. Der nämlich gestand laut “Handelsblatt”: “Wir haben die Urlaubsplanung für die Piloten verbockt und arbeiten hart daran, das zu reparieren.“

Grund dafür ist laut einem Sprecher der Fluglinie Folgendes: “Wir haben in den Spitzenreisemonaten Juli und August einen Rekordflugplan abgearbeitet und müssen jetzt die Urlaubsansprüche der Piloten und Besatzungsmitglieder neu ordnen.“ Dazu war die Airline von der irischen Luftfahrtbehörde angehalten worden. Der Sprecher weiter: “Wir entschuldigen uns bei der kleinen Zahl betroffener Kunden, die von diesen Flugstreichungen betroffen sind.“

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Tatsächlich könnte diese “kleine Zahl“ bis Anfang November, wenn der Winterflugplan startet, bei bis zu 385.000 liegen. Und doch erklärt sich die Formulierung, wenn man weiß, dass die Streichungen gerade einmal zwei Prozent der Ryanair-Flüge betreffen, von denen pro Tag im Durchschnitt etwa 2500 stattfinden.

Die Fluggesellschaft weist betroffene Passagiere daraufhin, dass sie im Vorfeld per Mail kontaktiert würden und ihren Flug entweder umbuchen oder sich den Preis ihres Flugtickets erstatten lassen könnten. Passagiere, die nicht betroffen sind, könnten sogar profitieren: Durch den Schritt soll auch die Pünktlichkeit der Flüge wieder auf 90 Prozent gebracht werden, da jetzt mehr Flugzeuge bereitstünden, um eventuelle Engpässe auszugleichen.

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