Nach Unwettern in Indien Zahl der Todesopfer auf 142 gestiegen

Sturmschäden in Kheragarh im Bundesstaat Uttar Pradesh

Nach den Unwettern in Indien ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 140 gestiegen. Wie die Behörden am Freitag mitteilten, starben bei Stürmen in den nördlichen Bundesstaaten Uttar Pradesh, Rajasthan, Uttarakhand und Punjab 121 Menschen, 21 weitere kamen durch Blitzeinschläge in den zwei südlichen Bundesstaaten Andhra Pradesh und Telangana um. Die indische Meteorologiebehörde warnte, bis Dienstag könnten weitere Stürme folgen.

Insbesondere in Uttar Pradesh und Rajasthan hatten in der Nacht zu Donnerstag ungewöhnlich heftige Staubstürme mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Stundenkilometern gewütet. Zahlreiche Bäume, Strommasten sowie Gemäuer wurden umgeweht, es gab Stromausfälle und blockierte Straßen.

Die Nacht zu Freitag verbrachten tausende Familien unter freiem Himmel. "Wir konnten nicht schlafen und hatten Angst, dass der Sturm wieder zuschlägt", sagte der 40-jährige Munna Lal Jha aus Agra der Nachrichtenagentur AFP.

Der Bezirk Agra in Uttar Pradesh zählt zu den am stärksten betroffenen Gebieten. Dort starben mindestens 43 Menschen, davon allein 24 in der Kleinstadt Kheragarh. Dort suchten am Freitag Menschen unter den Häusertrümmern nach ihren Habseligkeiten.