Untersuchungsausschuss: Hunderte Zeugen und 25.000 Akten im Fall Amri

Anis Amri

Sieben Monate nach dem Terroranschlag auf dem Breitscheidplatz ist in Berlin in der Dauerdebatte um den Behördenumgang mit dem Täter Anis Amri die nächste und voraussichtlich entscheidende Runde eingeleitet worden. Am Freitag nahm der Amri-Untersuchungsausschuss im Abgeordnetenhaus seine Arbeit auf. In der ersten nicht öffentlichen Sitzung ging es dabei um formale Fragen zu den Abläufen, insbesondere um Anträge, mit denen Akten angefordert und Zeugen geladen werden sollen. Zwei bis drei Jahre wird die Aufklärungsarbeit in Anspruch nehmen, schätzen Experten.

Ausschuss will 25.000 Seiten Akten durchforsten

Der Ausschuss besteht aus zwölf Mitgliedern. Die SPD stellt drei, CDU, Grüne, Linke und AfD je zwei und die FDP einen Vertreter. Ausschussvorsitzender ist Burkhard Dregger, innenpolitischer Sprecher der CDU-Fraktion. Drei Fragen werden in den kommenden Monaten im Mittelpunkt der Arbeit des Ausschusses stehen. Erstens: Hätte der den Behörden als Gefährder und Drogendealer bekannte Amri frühzeitig in Haft genommen und damit an der Ausführung des Anschlags gehindert werden können? Zweitens: Wurden im Landeskriminalamt Akten manipuliert, um eigene Fehleinschätzungen und Ermittlungspannen zu verschleiern. Drittens: Gab es Abstimmungsprobleme in der Kommunikation zwischen den zuständigen Behörden des Bundes und einzelner Bundesländer. 25.000 Seiten Akten wollen die Ausschussmitglieder in den kommenden Monaten durchforsten. Das Material stammt bei Weitem nicht nur aus Berlin, sondern ...

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