Untersuchung sieht kein Vereinssterben in Deutschland

Das Vereinssterben in Deutschland ist einer Untersuchung zufolge ein Mythos: Es gebe derzeit mehr gemeinnützige Organisationen als jemals zuvor, teilte der Stifterverband mit

Das Vereinssterben in Deutschland ist einer Untersuchung zufolge ein Mythos: Es gebe derzeit mehr gemeinnützige Organisationen als jemals zuvor, teilte der Stifterverband am Donnerstag unter Berufung eine Erhebung der Initiative Zivilgesellschaft in Zahlen (Ziviz) mit. Fast jeder zweite Bundesbürger ist demnach Mitglied in einem von mehr als 600.000 Vereinen in Deutschland.

95 Prozent der gemeinnützigen Organisationen sind dem Ziviz-Survey zufolge Vereine, aber auch Stiftungen und Genossenschaften und andere Organisationsformen nähmen zu. Bei einem Drittel der Vereine sei die Zahl der Mitglieder im Vergleich zum Jahr 2012 gestiegen. Nur ein kleiner Teil der Vereine gebe an, weniger Mitglieder und Engagierte zu haben.

Der größte Organisationsbereich ist den Angaben zufolge mit 22 Prozent der Sport. Allerdings berichteten dort nur 32 Prozent der etwa 133.000 Vereine von steigenden Mitgliederzahlen. Bei Vereinen, die Bürger- oder Verbraucherinteressen vertreten, seien es 51 Prozent.

Traditionelle Sport-, Freizeit- oder Geselligkeitsvereine seien auf dem Land fest verankert, hieß es weiter. In den Städten seien hingegen auch Stiftungen und gemeinnützige Kapitalgesellschaften zu finden. Hier spielten "dienstleistungsorientierte oder politisch und sozial ausgerichtete Organisationen eine viel stärkere Rolle".