Untersuchung: Rückstände von Fipronil in Eipulver und Eierlikör

Rückstände von Fipronil in Eipulver und Eierlikör

Nach dem Skandal um Fipronil-Eier im vergangenen Sommer sind bei einer Untersuchung von 903 Lebensmittel-Proben nach Behördenangaben nur gesundheitlich unbedenkliche Mengen des Insektizides nachgewiesen worden. In 116 Proben seien zwar Fipronil-Rückstände festgestellt worden, teilte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit am Mittwoch mit. Sämtliche gemessenen Werte hätten jedoch "deutlich" unterhalb der Konzentration gelegen, die als gesundheitlich bedenklich angesehen werde.

In der Fipronil-Affäre mussten auch in Deutschland Millionen Eier vom Markt genommen und mehrere Legehennenbetriebe gesperrt werden. Verantwortlich war eine niederländische Firma, die Ställe von Legehennen mit einem Mittel reinigte, dem das Insektizid beigemischt war.

Von August bis Oktober vergangenen Jahres untersuchten Überwachungsbehörden in den Bundesländern daraufhin neben Eiern und Geflügelfleisch auch Lebensmittel mit hohem Eigehalt - wie etwa Nudeln, Mayonnaise oder Eierlikör. Der Einsatz von Fipronil ist in der Nutztierhaltung verboten.

Der höchste Anteil mit Fipronilnachweis sei mit einem Viertel der Proben in der Kategorie Halbfertigerzeugnisse gemeldet worden, unter die auch Erzeugnisse wie Eipulver oder Flüssigei fallen. Bei alkoholischen Getränken wie Eierlikör seien in fast jeder fünften untersuchten Probe Rückstände von Fipronil ermittelt worden.

Die geringsten Nachweisquoten wurden demnach für die Kategorien Feinkost und Fertiggerichte gemeldet: Rückstände gab es bei weniger als zehn Prozent der untersuchten Proben.