Kölner Zoo: Eingeschläferter Elefantenbulle litt an Herzproblemen

Die Ergebnisse der pathologischen Untersuchung bringen den Herzdefekt ans Licht.

Der kleine Elefantenbulle, der am 18. Juni eingeschläfert werden musste, hat an Herzproblemen gelitten. Das hat die pathologische Untersuchung, die der Kölner Zoo beauftragt hatte, ergeben.

Der Zoo hatte sich im Juni zu diesem Schritt entschlossen, da das Jungtier immer schwächer geworden und weder von seiner Mutter noch von der Herde akzeptiert worden war.

Ursache des sich rapide verschlechternden Zustands des kleinen Bullen war laut Untersuchung eine Nabelentzündung mit plötzlich einsetzender, starker Schwäche und akuten Durchfällen.

Pathologie bestätigte Nabelentzündung

Die Tierpathologie bestätigte laut Kölner Zoo die Nabelentzündung und fand darüber hinaus einen Defekt im Herzen, der möglicherweise die Erklärung für die Schwäche und damit die Ablehnung durch die Herde darstellte.

Von Anfang an lag der Verdacht dem Zoo zufolge nahe, dass das Tier eine von außen nicht sichtbare Schädigung aufwies. Denn zu keinem Zeitpunkt hat sich die Herde wie normalerweise üblich um das Kalb gekümmert.

„Wildtiere erkennen instinktiv Artgenossen, die nicht überlebensfähig sind. Sehr wahrscheinlich wurde das Jungtier deshalb nicht angenommen“, erklärt Zoodirektor Theo B. Pagel in einer Pressemitteilung. 

Mutter hat das Jungtier nicht angenommen

Der Bulle war in der Nacht auf den 12. Juni im Kölner Zoo geboren worden. Anders als bei allen zehn zuvor zur Welt gekommenen Jungtieren waren am Morgen weder Mutter „Kreeblamduan“ noch andere Herdenmitglieder bei dem Elefantenbaby.

Der Kölner Zoo betont, man habe nichts unversucht gelassen, um das Leben des Elefanten zu retten. So sei es zunächst gelungen, Mutter und Jungtier in einer separaten Box zusammenzuführen und den Bullen regelmäßig trinken zu lassen. Ersten hoffnungsvollen Prognosen des Zoos zum Trotz setzte dann die akute Schwäche ein. (red)...Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta