Unterstützung zum Geburtstag: WikiLeaks-Gründer Julian Assange wird 50

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Julian Assange im Jahr 2017 in der ecuadorianischen Botschaft in London. (Bild: imago/ZUMA Press)
Julian Assange im Jahr 2017 in der ecuadorianischen Botschaft in London. (Bild: imago/ZUMA Press)

Julian Assange kam am 3. Juli 1971 in Townsville im australischen Queensland zur Welt. Am heutigen Samstag wird er 50 Jahre alt. Seinen Geburtstag verbringt er in einem Hochsicherheitsgefängnis in der Nähe von London. Dorthin war er im April 2019 gebracht worden. Zuvor verbrachte er knapp sieben Jahre in der ecuadorianischen Botschaft in London. Anfang 2021 gab ein Londoner Gericht bekannt, dass er nicht an die USA ausgeliefert wird.

Der Journalist, Politaktivist, Programmierer und Gründer sowie Sprecher der Enthüllungsplattform WikiLeaks hatte ab März 2010 geheime US-Militärdokumente und Videos zu internationalen Militäreinsätzen auf WikiLeaks veröffentlicht, die ein Whistleblower besorgt hatte.

Unterstützer aus der Politik schreiben offenen Brief

Am Donnerstag (1. Juli) hatten fünf Abgeordnete des Bundestags parteiübergreifend in einem offenen Brief an US-Präsident Joe Biden (78) Assanges Freilassung gefordert: "Präsident Biden, beenden Sie die Verfolgung des Journalisten Julian Assange", lautete der Titel. Kurz zuvor hatte die isländische Zeitung "Stundin" gemeldet: "Ein wichtiger Zeuge im Verfahren des US-Justizministeriums gegen Julian Assange hat zugegeben, zentrale Anschuldigungen in der Anklageschrift gegen den WikiLeaks-Gründer erfunden zu haben."

Prominente Unterstützer

Julian Assange hat nach wie vor auch leidenschaftliche Fans und Unterstützer im Showbiz. Besonders prominent ist die Schauspielerin Pamela Anderson (54, "Baywatch"). Zwischen jeder Menge Unterwäsche-, Bikini- und Nacktfotos findet sich seit mehreren Jahren auf ihrer Instagram-Seite immer mal wieder auch Julian Assange.

Es war eine der skurrilsten Meldungen im Februar 2017: Pamela Anderson und Julian Assange sollen ein Liebespaar sein. Entsprechende Gerüchte waren aufgekommen, nachdem die Kanadierin öfter in der ecuadorianischen Botschaft in London gesichtet worden war, in der er seit Juni 2012 im politischen Exil lebte. Zu diesen Treffen soll Anderson kulinarische Leckereien mitgebracht haben. Die "New York Post" berichtete überdies, dass "von Besuch zu Besuch ihre Outfits heißer geworden" seien.

Wenige Tage nach den ersten Gerüchten bezog die Kult-Badenixe öffentlich Stellung: "Ich versuche immer, neue Freundschaften mit wichtigen Menschen auf der Welt zu schließen. Wie Julian Assange", erklärte sie das Zustandekommen der offenbar rein platonischen Beziehung in der britischen TV-Show "Loose Women". Tatsächlich engagiert Anderson sich schon lange wohltätig. Vor vielen Jahren gründete sie eine Stiftung für die Opfer sexuellen Missbrauchs, die von Assange unterstützt wird.

Seit dieser Zeit erinnert Pamela Anderson regelmäßig an Julian Assange. Im März 2017 zeigte sie beispielsweise, dass auch Punk-Ikone Vivienne Westwood (80) Assange unterstützt. Sie postete ein Foto von der Designerin, auf dem diese ein Shirt mit der Aufschrift "I am Julian Assange" trug. Über Westwood, die sich vor einem Jahr aus Protest in einen Käfig sperren ließ, sollen die beiden sich auch kennengelernt haben. Im Mai 2017 folgte ein weiteres Unterstützer-Foto, das den chinesischen Künstler Ai Weiwei (63) bei einem gemeinsamen Treffen mit Assange zeigt. Der simple Kommentar dazu: "#freeassange"

Wie steht es heute um Julian Assange und Pamela Anderson?

Nach einer Art offenem Liebesbrief mit dem Titel "Warum mein Herz zu Julian hält", den Anderson im Juni 2017 auf ihrer Homepage veröffentlichte und indem sie über dessen "Sexiness" sinnierte und Hilfe von den "Länderchefs" forderte, veröffentlichte sie den ersten von vielen weiteren Geburtstagsposts: "Geburtstage im Gefängnis machen keinen Spaß", schrieb sie am 3. Juli 2017.

Am 2. Juli 2019 gratulierte Pamela Anderson zum ersten Mal mit einem Foto aus einem gemeinsamen Shooting. Im Kommentar dazu schrieb sie: "Happy Birthday, Julian!" Außerdem zitierte sie den Südafrikaner Nelson Mandela (1918-2013): "Als ich zur Tür hinaus und auf das Tor zuging, das mich in die Freiheit führen würde, wusste ich, wenn ich meine Bitterkeit und meinen Hass nicht hinter mir ließe, wäre ich immer noch im Gefängnis."

Zuletzt postete sie im Januar ein Schwarz-weiß-Foto aus dem gemeinsamen Shooting. Assange hat den Arm um ihre Hüfte gelegt und schaut sie an. Ihr Kommentar dazu: "Die Welt schaut hin."

Nun ist wieder der 3. Juli und vielleicht wird sie ihm abermals gratulieren...

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