Unternehmen: Die Stadt profitiert von Stadler

Montagehalle des Schienenfahrzeugherstellers Stadler

Es ist schon bemerkenswert: Während der weltweit größte Schienenfahrzeughersteller Bombardier Transportation gerade in Deutschland Stellen und Produktionsstandorte zusammenstreicht, baut die Stadler Rail AG ihre Kapazitäten speziell in der Hauptstadtregion langsam aber kontinuierlich weiter aus. Gerade einmal 200 Arbeitsplätze gab es noch, als das Schweizer Unternehmen im Jahr 2000 Teile des Adtranz-Werkes in Wilhelmsruh und ein Jahr später den Standort in Gänze übernahm. Inzwischen hat die Stadler Pankow GmbH bereits rund 1200 Mitarbeiter, Tendenz weiter steigend. Stadler-Eigentümer Peter Spuhler kündigte jetzt für Pankow den Bau einer neuen modernen Produktionshalle an. Schon jetzt werden dort neue U-Bahnen und bald auch die nächste S-Bahn-Generation für Berlin gebaut.

Die meist klamme Stadt profitiert von dem Engagement des inhabergeführten Schweizer Traditionsunternehmens in doppelter Hinsicht. Zum einen bleibt mit dem Borsig-Gelände in Wilhelmsruh einer der wenigen klassischen Industriestandorte in der Stadt erhalten und wird sogar weiter entwickelt. Zum anderen können hochqualifizierte und zudem gut bezahlte Arbeitskräfte gehalten werden. Beides zusammen sichert dem Land wichtige und nicht unerhebliche Steuereinnahmen.

Es ist daher richtig, dass Berlins Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) sich bei ihrer Sommer-Tour nicht nur um die Belange der allseits präsenten, jedoch oft wenig wirtschaftstarken Start-ups, sondern eben auch um die Old Economy kümmert. Angesichts ein...

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