Unternehmen-Katalonien: Im Fall einer Unabhängigkeit gehen sie

Der spanische Aktienindex IBEX startete diese Woche auf gutem Fuß: Zu Handelsbeginn legte er ein Prozent zu, gab aber einen Großteil der Gewinne im Verlauf des Tages wieder ab.

Die spanischen Bankaktien waren auf dem Vormarsch. Die CaixaBank steigt um 1,4 Prozent, die Banco de Sabadell Gruppe kommt auf plus 0,9. Für diese spanischen Banken steht fest: Im Fall einer Unabhängigkeitserklärung verlegen sie ihren Unternehmenssitz aus Katalonien weg.

Dabei sind sie in Spanien nicht die Einzigen: Auch Energieversorger Gas Natural, Autobahnbetreiber Abertis und Immobilienkonzern Colonial wollen laut mehreren Quellen ihre Sachen packen, sollten die Katalanen unabhängig werden. Der spanische Pharma- und Chemiemulti Grifols hält sich als einziger mit seiner Entscheidung bedeckt.

Und auch für ausländische Unternehmen heißt es nun überlegen. Sie sind in Katalonien 7100 an der Zahl – stehen für ein Prozent der Unternehmen, 18 Prozent der Arbeitsplätze und rund 30 Prozent des Umsatzes. Gut drei Viertel von ihnen kommen aus Europa, rund 15 Prozent aus Amerika.

Vor allem die ausländischen Autohersteller wären ein Verlust für Katalonien: Sie machen rund 15 Prozent aller Unternehmen in Auslandsbesitz aus.