Unternehmen: Ein App gegen Essstörungen als Therapieersatz

Impact Hub sind (v.l.): Vishal Jodhani , Nele Kapretz, Leon Reiner, Anna Laesser

Essstörungen sind eine Geißel für viele junge Menschen, meist junge Frauen. Mit einer Handy-App wollen Vivian Otto und Ekaterina Alipiev mit ihrer jungen Firma Jourvie Patienten unterstützen. Sie können ihr Essverhalten und ihre Stimmung protokollieren, das Programm liefert Motivationshilfe und sendet die Daten an den behandelnden Arzt. "Die App ist kein Therapieersatz", sagt Vivian Otto. Als sie nach einer Geschäftsidee suchten, wollten sie etwas wählen, "was Sinn macht", sagt ihre aus Bulgarien stammende Partnerin.

Die beiden sitzen an einem Holztisch an ihren Laptops und feilen an ihrem Produkt, das inzwischen auch die AOK Nordost einsetzt. Nebenan sprechen andere junge Leute miteinander. Was aussieht wie einer der vielen Co-Working-Spaces in der Stadt, ist Berlins Zentrum der Guten. Denn im "Impact Hub" am Kreuzberger Mehringplatz dürfen Gründer nur solche Projekte vorantreiben, die die Welt besser machen.

"Es gibt keine harten Kriterien für die Auswahl", sagt Nele Kapretz. Sie ist eine von vier Gründerinnen der Impact Hub Berlin GmbH. Das englische Wort "Impact" bedeutet "Auswirkung" oder "Einfluss". Und darum geht es: Was hier entwickelt wird, soll eine positive Auswirkung auf die Gesellschaft haben. Die Gründer wachen über das Profil.

Die Idee für ein neues soziales Unternehmertum ist international auf dem Vormarsch

Aber Geldverdienen ist durchaus erwünscht. "Doing good and doing well", lautet das englische Motto, also in etwa "Gutes tun und dabei auch gute Zahlen erwirtsc...

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