Checkpoint Charlie: Mauermuseum präsentiert alten Brunnen im Keller

Unter dem Checkpoint Charlie wurde ein 200 Jahre alter Brunnen entdeckt

Das Mauermuseum am Checkpoint Charlie ist um eine Attraktion reicher: Im Untergeschoss des Altbaus an der Friedrichstraße 43–45 können Besucher einen alten Ziegelbrunnen bewundern.

Positive Überraschung für das Haus

Er war bei Ausbauarbeiten zufällig entdeckt worden. Als eine "sehr positive Überraschung" bezeichnete Museumschefin Alexandra Hildebrandt den historischen Fund. Der Bau des äußeren Ziegelbrunnens werde, basierend auf Bauakten des Hauses, auf 1820 datiert - damit ist es der älteste Brunnen in der Friedrichstraße. Von Schutt bedeckt, war die drei Meter tiefe Anlage nach der Entdeckung vor einigen Monaten zunächst archäologisch untersucht worden, bevor sie am Mittwoch der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Dabei war festgestellt worden, dass die eigentliche Pumpstation bereits aus der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts stammt.

Später wurde die Pumpanlage im Keller mit Bohlen abgedeckt. Aus der Zeit um die Jahrhundertwende existiert ein Briefwechsel eines Kellermieters, Josef Grund, mit Baupolizei sowie Gesundheitsbehörde. Grund beklagt die feuchte und schlechte Luft, welche seine Kinder krank mache. Nach langer Auseinandersetzung musste die Familie ausziehen. Jetzt ist das Technikrelikt in die Ausstellung im Keller des Mauermuseums integriert, die sich mit der Historie des Hauses und der Straße befasst.

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