Unsichere Energieversorgung - Nordzucker treibt Umstellung voran

BRAUNSCHWEIG (dpa-AFX) - Europas zweitgrößter Zuckerproduzent Nordzucker hat die Bedeutung einer sicheren Energieversorgung für sein Geschäft betont. "Wir haben jetzt eine besondere Situation und große Herausforderungen durch den Krieg in der Ukraine", sagte Vorstandschef Lars Gorissen am Mittwoch bei der Hauptversammlung in Braunschweig. Nur unter der Annahme ausreichender Energielieferungen geht der Vorstand von einer positiven Ertragslage auch für das aktuelle Geschäftsjahr aus.

Nach Krisenjahren mit Verlusten hatte das Unternehmen mit deutschen Standorten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt zum zweiten Mal in Folge wieder Gewinne verbucht. Das Geschäftsjahr 2021/22 wurde mit einem Überschuss von 84 Millionen Euro abgeschlossen. Im Vorjahr waren es 66 Millionen Euro Gewinn. Nach 60 Cent pro Aktie sollen die Aktionäre in diesem Jahr 80 Cent pro Aktie Dividende bekommen.

Die durch die Corona-Pandemie hervorgerufenen Unsicherheiten hätten sich durch den Krieg und gestörte Lieferketten aber verschärft, hieß es aus dem Vorstand. An den deutschen Standorten werde überwiegend Gas als Energieträger verwendet. Die Energieversorgung habe daher oberste Priorität, mehr als 20 Millionen Euro seien an zusätzlichen Investitionen in die Energiesicherheit geflossen, sagte Produktionsvorstand Alexander Godow.

Seit Kriegsausbruch bereitet sich der Konzern auf einen potenziellen Gasausfall vor. Wo es technisch möglich ist, setze man dabei auf Öl, Kohle oder Flüssiggas. Zudem werde der Plan, fossile durch regenerative Rohstoffe zu ersetzen, vorangetrieben.

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