Unmut gegen Impfpflicht

·Lesedauer: 1 Min.

Seit knapp zwei Monaten gehen jeden Samstag zehntausende Menschen in Frankreich auf die Straße und demonstrieren gegen den Gesundheitspass. Zu einer Kundgebung vor dem Gesundheitsministerium am Dienstag hat die linke Gewerkschaft CGT aufgerufen. Denn ab dem 15. September greift die Impfpflicht für Gesundheitspersonal. Ungeimpfte Pfleger:innen können dann beurlaubt werden. Die einige hundert Demonstrierenden sind damit nicht einverstanden.

Rachid Ouchem ist in Paris Assistenzarzt. Auch er war am Dienstag bei der Demo: "Wir haben diese Aufmerksamkeit verdient, vor 18 Monaten wurden wir noch beklatscht. Im Juli wurde uns eine nationale Ehrung zuteil, und jetzt werden wir suspendiert. Dann bekommen wir kein Geld mehr und haben nicht das Recht, woanders zu arbeiten. Wir sind keine Kriminellen. Was entschieden wurde, sollte uns alle beunruhigen."

Die Gewerkschaft CGT ist nicht gegen das Impfen, sondern betont immer wieder, dass die Entscheidung jedem freigestellt sein solle. Jede Pflegekraft müsse sich aus eigener Überzeugung impfen lassen und nicht, weil der französische Staat dies vorschreibe. Bei manchen Impfspektikern hat der Druck schon zu einem Umdenken geführt. Eine junge Sanitäterin sagt: "Bis jetzt wollte ich mich nicht impfen lassen, aber für meine Arbeit ist es jetzt Pflicht, mir bleibt nichts Anderes übrig."

Aber nicht alle Pflegekräfte möchten sich diesem Druck beugen. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen warnen bereits vor Engpässen, wenn ungeimpfte Beschäftigte sehr bald nicht mehr zur Arbeit erscheinen.

Wir möchten einen sicheren und ansprechenden Ort für Nutzer schaffen, an dem sie sich über ihre Interessen und Hobbys austauschen können. Zur Verbesserung der Community-Erfahrung deaktivieren wir vorübergehend das Kommentieren von Artikeln.