Unmut über Beerdigung Hallydays auf Antillen-Insel

Gedenken an Hallyday in der Pariser Kirche Saint-Roch

In Frankreich regt sich Unmut über die geplante Beerdigung von Rockikone Johnny Hallyday auf einer abgelegenen Antillen-Insel. Der mit Hallyday befreundete Sänger Michel Polnareff nannte es am Freitag "seltsam, dass man Johnny auf diese Weise seinem Publikum entzieht". Den Fans werde es so unmöglich gemacht, zu zeigen, wie sehr sie an ihrem Idol hingen, schrieb Polnareff auf Facebook.

Hallyday soll am Montag auf der Karibikinsel Saint-Barthélemy beerdigt werden, wo der Rocksänger ein Anwesen hatte. Die sterblichen Überreste sollten am Sonntagabend auf der Insel ankommen und würden am Montag auf dem Friedhof des Ortes Lorient beigesetzt, teilte der Präsident der Inselföderation, Bruno Magras, mit. Hallyday habe sich dies so gewünscht.

Am Samstag wird Hallyday in Paris mit einem großen Trauerzug auf den Champs-Elysées geehrt, an dem auch Präsident Emmanuel Macron und andere Vertreter aus Politik und Showbusiness teilnehmen. Dazu werden hunderttausende Franzosen in der Hauptstadt erwartet. Zuletzt wurde eine solche Ehre 1963 der Chanson-Sängerin Edith Piaf zuteil. Sie ist wie viele andere Prominente auf dem Pariser Friedhof Père Lachaise beerdigt.