Unklare Pläne: Verwirrung um neue Taskforce Tiergarten

Am Mittwoch war eine Polizeistreife am Schleusenweg unterwegs

Die vorgesehenen Schwerpunkteinsätze im Großen Tiergarten endeten schon am ersten Tag in einem Informationschaos. Weder Bezirk noch Polizei sind mit den Taskforce-Plänen der Senatsverwaltung genau vertraut. Dabei sollten Drogen, Dreck und Gewalt in Berlins berühmtester Parkanlage ab sofort professionell bekämpft werden.

Bei der Polizei verweist man am Mittwoch auf Nachfrage an die Innenverwaltung, die Anfragen wiederum zurück an die Polizei schickt und erklärt, dass der Bezirk Mitte ein "Vollzugshilfeersuchen" stellen müsse, da der Bezirk im Tiergarten schließlich das Hausrecht habe. Die Polizei müsse dann innerhalb von 48 Stunden reagieren. Wiederum auf Nachfrage der Berliner Morgenpost kann die Bezirkssprecherin zunächst nicht sagen, ob man bereits eine Anfrage an die Polizei gestellt hat.

Am Abend kommt dann eine Mail von Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne). Demnach habe Innensenator Andreas Geisel (SPD) erst am Mittwoch mitgeteilt, dass zumindest der Schleusenweg nun regelmäßig und zeitnah geräumt werden soll. "Ich habe das bezirkliche Ordnungsamt im unmittelbaren Anschluss gebeten, mit der Polizei die nächste Räumung zu terminieren", so von Dassel.

Hilferuf des Bezirksbürgermeisters

Der Senat hatte, wie berichtet, wegen zunehmender Probleme im Großen Tiergarten mit aggressiven Obdachlosen, Drogenhändlern und Kleinkriminellen mehr Polizeikontrollen angekündigt. Noch in dieser Woche sollte eine Taskforce zu einer ersten Sitzung zusammenkommen, sagte Senatssprecheri...

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