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Weiter unklar, wer Bachmut kontrolliert

Im russischen Fernsehen wird offiziell verkündet, dass die Söldnertruppe Wagner mit Unterstützung russischer Truppen Bachmut in der Ostukraine eingenommen hat. Es wurde auch ein Video veröffentlicht, auf dem russische Soldaten eine Flagge in der völlig zerstörten Stadt hissen und die Eroberung feiern.

Ukraine bestreitet, dass die Stadt in der Ostukraine erobert wurde

Die ukrainische Führung allerdings bestreitet den militärischen Erfolg Moskaus. Nach Angaben aus Kiew geht die Schlacht um Bachmut weiter.

Das Militär halte weiter Teile im Südwesten der Stadt und hätte bereits einen Halbkreis um die Stadt gebildet, was es den Russen schwer mache, in Bachmut zu bleiben, so die ukrainische Verteidigungsministerin Hanna Maljar auf Telegra.

Seit letztem August ist die strategisch wichtige Stadt schwer umkämpft. Es ist die längste andauernde Schlacht des Konflikts, die Stadt ist völlig zerstört und beide Seiten haben hier hohe Verluste erlebt.

Weitere Hilfszusagen für Präsident Selenskyj auf G7-Gipfel

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat den G7-Gipfel im japanischen Hiroshima als Erfolg für sein Land verbucht. Er konnte für die Ukraine weitere Waffen und Munitionslieferungen der führenden demokratischen Industrienationen sichern.

"Die Ukraine war hier in Hiroshima ein wirklich anerkannter Teilnehmer an der Arbeit der G7. Das Thema Ukraine stand im Mittelpunkt, der Respekt gegenüber allen Ukrainern war besonders. Ich bin den G7 dankbar", sagte Selenskyj am Sonntag in seiner abendlichen Videoansprache. Als Beleg für internationale Unterstützung führte er Treffen mit anderen Staats- und Regierungschefs bei dem Gipfel in Hiroshima an.

USA erlaubt, die Ukraine mit F16-Kampfflugzeugen zu beliefern

Die US-Regierung hat auch den Weg für die seit Monaten von Kiew geforderten Lieferungen amerikanischer Kampfjets an die Ukraine prinzipiell freigemacht. Gemeinsam mit anderen westlichen Partnern soll nun entschieden werden, wer wann wie viele Flugzeuge liefert. Konkrete Zahlen gibt es allerdings noch nicht.

Zudem gab US-Präsident Joe Biden die Freigabe eines weiteren Hilfspakets für die Ukraine bekannt. Moskau kritisierte die G7-Beschlüsse indes als russlandfeindlich.