United Internet punktet bei Kundenverträgen - Neues Regeln belasten 1&1

MONTABAUR (dpa-AFX) - Eine höhere Nachfrage nach seinen Webhosting-Angeboten hat dem Internetkonzern United Internet <DE0005089031> zu einem Sprung bei den kostenpflichtigen Kundenverträgen verholfen. Nach Abzug von Kündigungen stieg die Zahl um 290 000 auf knapp 27 Millionen Verträge, wie das im MDax <DE0008467416> notierte Unternehmen am Donnerstag in Montabaur mitteilte. Dabei konnte der Konzern sowohl bei Privat- als auch Geschäftskunden im Vergleich zum Vorjahr deutlich zulegen. Allerdings machten deutlich mehr Internet-Verbraucher von den neuen gesetzlichen Kündigungsregeln (TKG-Effekt) Gebrauch und ließen die Zahl der Breitband-Anschlüsse bei der Tochter 1&1 absacken.

Im ersten Halbjahr stieg der Konzernumsatz um 4,5 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro, während das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) um 3,5 Prozent auf 655 Millionen Euro zulegte. Umsatz und operativer Gewinn fielen damit in etwa so aus, wie es Experten erwartet hatten. Bei der im SDax <DE0009653386> notierten Tochter 1&1 <DE0005545503> stieg der werthaltigere Service-Umsatz um 2,6 Prozent im ersten Halbjahr auf rund 1,58 Milliarden Euro, während der Betriebsgewinn um fast ein Zehntel auf 368 Millionen Euro stieg.

United Internet und 1&1 bestätigten ihre Jahresziele. So soll der Konzernumsatz um rund 3,6 Prozent auf etwa 5,85 Milliarden Euro steigen. Davon sollen rund 1,26 Milliarden Euro als bereinigtes operatives Ergebnis (Ebitda) übrig bleiben - also so viel wie auch im Vorjahr. Bei der Tochter soll der Service-Erlös um circa 100 Millionen Euro auf 3,2 Milliarden Euro steigen, was etwa einem Zuwachs von 3,2 Prozent entspräche. Auch bei 1&1 soll das bereinigte Betriebsergebnis stabil bleiben.

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