Uniper: Neue Prognose, steigende Dividende – reicht das?

Maximilian Völkl
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Es bleibt spannend bei Uniper. Nach dem Einstieg des gefürchteten Hedgefonds-Managers Paul Singer hat der Versorger nun seine Strategie für die kommenden Jahre präsentiert. Während die Prognose bestätigt wurde, soll die Dividende bis 2020 kontinuierlich steigen.

Im laufenden Jahr will Uniper nach wie vor ein bereinigtes EBIT von 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro erzielen. Vorstandschef Klaus Schäfer und Finanzvorstand Christopher Delbrück haben zudem erstmals eine Prognose für 2018 gegeben. Wegen fehlender Beiträge aus Russland wird ein bereinigtes EBIT von 0,8 bis 1,1 Milliarden Euro angepeilt. Darüber hinaus soll die Dividende um 25 Prozent ansteigen – für das laufende Jahr gibt es 69 Cent je Aktie, was einer Rendite von 2,7 Prozent entspricht. Bis 2020 dürften die Ausschüttungen dann im Durchschnitt weiter um 25 Prozent pro Jahr ansteigen.

„Wir halten, was wir versprechen. Uniper hat in den ersten zwei Jahren sein Portfolio und die gesamte Unternehmensorganisation neu ausgerichtet“, so CEO Schäfer. „Uniper ist bereit für eine neue Phase, in der wir nun den Blick auf einzelne Wachstumsfelder richten können.“ Bei Investitionen will das Management aber diszipliniert bleiben und trotz der jüngsten Mittelzuflüsse kein Risiko eingehen.

Es bleibt spannend

Der Singer-Einstieg, die Aussicht auf steigende Dividenden und das starke Chartbild sprechen für steigende Kurse bei Uniper. Es ist allerdings nicht zu erwarten, dass Fortum sein Übernahmeangebot noch einmal aufstocken wird. Eine klassische Squeeze-Out-Spekulation ist nicht zu erwarten. Mutige Trader können darauf setzen, dass die Fantasie den Kurs dennoch weiter antreibt. Wer langfristig in den Versorgersektor investieren will, sollte die Mutter E.on bevorzugen.