Uniper-Chef verteidigt Steinkohlekraftwerk Datteln IV

Das Kraftwerk Datteln IV

Der Stromproduzent Uniper hat die massive Kritik von Klimaschützern an der Inbetriebnahme des Steinkohlekraftwerks Datteln IV zurückgewiesen. Es handele sich um "eines der modernsten Kohlekraftwerke", sagte Uniper-Chef Andreas Schierenbeck dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Datteln IV sei Teil der Konzernstrategie, "den CO2-Ausstoß zu senken". Uniper wolle den Ausstoß "noch einmal um bis zu 40 Prozent" reduzieren und dafür "alte, ineffiziente Anlagen vom Netz nehmen".

Die Details würden zwar noch verhandelt. "Letztlich werden wir aber eine Einsparung von CO2 erreichen, also unseren Beitrag zum Klimaschutz leisten", sagte Schierenbeck.

Die Bundesregierung und die Braunkohleländer Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg hatten sich vergangene Woche auf das Vorgehen beim Ausstieg aus der Braunkohle verständigt. Vereinbart wurde, dass das Steinkohlekraftwerk Datteln IV in Nordrhein-Westfalen als letztes Kohlekraftwerk noch in Betrieb gehen darf. Uniper hatte im Vorfeld angeboten, das ebenfalls zum Konzern gehörende Braunkohlekraftwerk Schkopau in Sachsen-Anhalt früher vom Netz zu nehmen.

Klimaschützer kündigten massive Proteste gegen Datteln IV an. Das Kraftwerk soll zum "Brennpunkt der Klimabewegung" werden, wir Greenpeace ankündigte.