Unions-Abgeordnete fordern Perspektive für sächsische Siemens-Standorte

Proteste von Siemens-Mitarbeitern in Görlitz

Anlässlich der angekündigten Schließung der Siemens-Werke in Görlitz und Leipzig hat die Landesgruppe Sachsen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion eine Perspektive für die betroffenen Standorte und Mitarbeiter gefordert. "Wir können diese Entscheidung nach den vielen Jahren des erfolgreichen Engagements von Siemens in den ostdeutschen Bundesländern nicht nachvollziehen", erklärte der Landesgruppenvorsitzende Thomas de Maizière (CDU).

"Wir stehen an der Seite der Beschäftigten und hoffen auf konstruktive Vorschläge, wie es an den betroffenen Standorten weitergehen soll", fügte der geschäftsführende Bundesinnenminister mit Blick auf die für den Donnerstag geplante Demonstration von Siemens-Mitarbeitern in Berlin hinzu. Es brauche eine verlässliche wirtschaftliche Perspektive für die Mitarbeiter vor Ort, etwa durch den Aufbau einer Fertigungslinie für neue, zukunftsorientierte Technologien.

Die sächsischen CDU-Bundestagsabgeordneten seien sich einig, dass gerade der Freistaat Sachsen und die Städte der Produktionsstandorte seit jeher alle Anstrengungen unternommen hätten, um für Siemens wettbewerbsfähige Standortbedingungen zu gewährleisten, erklärte de Maizière. Dazu zähle vor allem die Bereitstellung der notwendigen, mit Steuermitteln finanzierten Infrastruktur wie beispielsweise die Verladestelle für Turbinen in Dresden.

Der Siemens-Konzern hatte am vergangenen Donnerstag angekündigt, weltweit 6900 Jobs zu streichen, davon 3300 in Deutschland. Die Standorte Leipzig und Görlitz sollen ganz geschlossen werden. Bundesweit hatten Beschäftigte und Politiker in den vergangenen Tagen bereits gegen die Streichungspläne protestiert.