Union verliert im "Stern-RTL-Wahltrend" leicht an Zustimmung

Die Grünen fordern, dass Kanzlerin Angela Merkel am Dieselgipfel in der kommenden Woche teilnimmt. Merkel müsse die Aufklärung "endlich zur Chefsache machen und das Dieselforum in die Hand nehmen", sagte Grünen-Fraktionschef Anton Hofreiter

Zum Beginn der parlamentarischen Sommerpause hat die Union dem "Stern-RTL-Wahltrend" zufolge leicht an Zustimmung verloren. Die CDU/CSU büßt einen Prozentpunkt ein und kommt auf 39 Prozent, wie es in der am Mittwoch veröffentlichten Umfrage heißt. Die SPD bleibt bei 23 Prozent. Während die Linke bei neun Prozent verharrt, geben die Grünen im Vergleich zur Vorwoche einen Punkt ab und kommen auf acht Prozent.

Die FDP legt um einen Punkt auf acht Prozent zu, während die AfD bei sieben Prozent bleibt. Auf die sonstigen kleinen Parteien entfallen zusammen sechs Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen beträgt 21 Prozent.

Bei der Kanzlerpräferenz verliert Angela Merkel einen weiteren Prozentpunkt, während der Wert von SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz unverändert bleibt. Wenn der Kanzler direkt gewählt werden könnte, würden sich 51 Prozent aller Wahlberechtigten für Merkel entscheiden und 22 Prozent für ihren SPD-Herausforderer Schulz. Die Turbulenzen um die "Ehe für alle" in der vorigen Woche hätten die Wahlabsichten der Bundesbürger bislang kaum beeinflusst, heißt es im Wahltrend.

Nach einer weiteren Forsa-Umfrage im Auftrag des "Stern" befürwortet eine Mehrheit von 69 Prozent der Deutschen die am vergangenen Freitag im Bundestag beschlossene rechtliche Gleichstellung homosexueller Paare mit der Ehe von Mann und Frau.

Auf die Frage, welche Partei sich für die Homo-Ehe am stärksten engagiert habe, nennen 32 Prozent die Grünen, 20 Prozent die SPD, sieben Prozent die Linke, fünf Prozent die CDU und zwei Prozent die FDP. Die Liberalen wollten wie Grüne und SPD die Einführung der Ehe für alle zur Bedingung für eine Koalition nach der Bundestagswahl machen.

Das Forsa-Institut befragte vom 26. bis 30. Juni insgesamt 2503 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt bei plus/minus 2,5 Prozentpunkten. Für die Umfrage zur Ehe für alle befragte das Forsa-Institut am 29. und 30. Juni 1002 repräsentativ ausgesuchte Bundesbürger, die durch eine computergesteuerte Zufallsstichprobe ermittelt wurden. Die statistische Fehlertoleranz liegt hier bei plus/minus drei Prozentpunkten.