„Union und FDP müssen mit Blockadehaltung aufhören“: Bundessprecher der Grünen Jugend rechnet mit Verhandlungspartnern ab

Marc Steinau
Sondierungsverhandlungen

Die Jamaika-Sondierer sind auch nach vier Wochen Verhandlungen weit davon entfernt, sich zu einigen. Gerade in der laufenden Woche knallte es wieder zwischen den Parteien: Winfried Kretschmann kam am Donnerstag voller Zorn über die CSU aus dem Verhandlungssaal — deren Chef Horst Seehofer wirft den Grünen wiederum vor, „Falschbehauptungen“ zu streuen. Und auch auf dem Papier sind noch viele Punkte in eckigen Klammer formuliert, was heißt: Hier sind sich die Verhandlungspartner noch uneinig.

Es knirscht; das merkt man auch bei der Grünen Jugend. Deren Bundessprecher Max Lucks fordert im Gespräch mit Business Insider nun von den anderen Parteien mehr Entgegenkommen. Aber auch für einen Politiker in den eigenen Reihen findet der 20-Jährige deutliche Worte.

Business Insider: Max, bisher sind sich vor allem Union und FDP einig, bei grünen Kernthemen gibt es noch viele eckige Klammern. Hängt nun alles von der Kompromissbereitschaft der Grünen ab?

Max Lucks: „Wenn es nach dem Papier geht, das nach vergangener  Nacht vorliegt, kann man meiner Meinung nach Jamaika nicht machen. Die Grünen haben viel Kompromissbereitschaft gezeigt, aber ich sehe im Papier nicht viele grüne Erfolge, sondern eher politische Rückschritte — gerade im Bereich der Asylpolitik, etwa mit den Rückführungszentren oder der Obergrenze unter anderem Namen.

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