DFB-Pokal: Unions Mut wird im Pokal nicht belohnt

Union-Torhüter Daniel Mesenhöler hat beim Elfmeter von Wendell keine Chance - die Entscheidung im Pokalspiel gegen Bayer Leverkusen

Berlin.  Daniel Mesenhöler war untröstlich. Auch die Aufmunterungen von Jakob Busk, seinem Torwartkollegen beim 1. FC Union, vertrieben die Enttäuschung nicht. Gekämpft hatten die Profis des Zweitligisten, sind gerannt, waren Bayer Leverkusen über weite Strecken ebenbürtig gewesen – um durch eine Fehlentscheidung den endgültigen K.o. gegen den Favoriten aus der Bundesliga hinnehmen zu müssen. Mit 1:4 (0:1) scheidet Union in der zweiten Runde des DFB-Pokals aus. Ein Ergebnis, dessen Deutlichkeit keineswegs dem Spielverlauf entsprach.

Jens Keller hatte folglich Redebedarf. Der Frust musste einfach raus. Bevorzugter Adressat: Schiedsrichter Frank Willenborg. Der Unparteiische hatte in der 89. Minute auf den Elfmeterpunkt gezeigt – dabei hatte Unions Christopher Trimmel gegen Bayer-Stürmer Admir Mehmedi klar den Ball gespielt. Welche Regelwidrigkeit Willenborg da erkannt hatte, wollte auch Trainer Keller nach Abpfiff wissen. "Beim Stand von 1:2 so einen Elfmeter zu geben, da hatte der Schiedsrichter die Exklusivrechte", sagte Keller. Sein Frust war nicht zu überhören.

Wendell beendet Unions Traum vom Achtelfinale

Wendell verwandelte den Elfmeter zum 1:3, der Traum vom Achtelfinale war ausgeträumt, spätestens als Stephan Fürstner in der Nachspielzeit für ein Frustfoul auch noch Gelb-Rot sah und Aranguiz den Freistoß zum 1:4 einschoss. "Ein Sieg für uns wäre aufgrund der zweiten Halbzeit nicht unverdient gewesen", sagte Keller. Recht hatte er.

Denn die Leistung in genau dieser zweiten Halbzeit,...

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