"Ungerecht": Dieter Hallervorden kritisiert Lockdown - und sieht Impfung skeptisch

teleschau
·Lesedauer: 2 Min.

Die Kunst- und Kulturbranche leidet stark unter dem Corona-Lockdown - so auch Dieter Hallervorden: Bei Maischberger kritisierte der Entertainer die Maßnahmen. Auch einer möglichen Impfung gegen das Coronavirus steht er skeptisch gegenüber.

Der aktuelle Lockdown Light, der aufgrund der erneut steigenden Corona-Infektionen Anfang November ausgerufen wurde, hat die Kunst- und Kulturbranche fest im Griff: Viele Künstler kritisieren die Maßnahmen und Bühnenverbote. Auch Kabarettist und Komiker Dieter Hallervorden ist über den Teil-Lockdown alles andere als froh: Im Gespräch mit Sandra Maischberger in der ARD-Talkshow "maischberger. die woche" betitelte er die Schließung der Kultureinrichtungen als "ungerecht" und "rechtswidrig".

Direkt zu Beginn seines Beitrags stellte der Entertainer klar, dass er "kein Corona-Leugner" sei. Dann erklärte er den Grund für seine Klage: Eigentlich hätte diesen Samstag ein neues Stück im Berliner Schlosspark-Theater Premiere feiern sollen. Die Proben seien bereits abgeschlossen, auch das Bühnenbild stehe. "Wenn jetzt das alles nur ins Tiefkühlfach wandern sollte, wäre das nicht nur schade, sondern auch höchst ungerecht", schimpfte der 85-Jährige. Es sei mit einem umfassenden Hygienekonzept dafür gesorgt worden, dass sein Theater ein "sicherer Ort" sei.

Kirchen offen, aber Theater geschlossen?

Mitarbeiter und Schauspieler werden regelmäßig getestet, und Hallervorden demonstrierte in einem Video mithilfe von Puppen, dass der Mindestabstand zwischen den Zuschauern gewährleistet wäre. Die Freiheit der Kunst und Kultur sei - wie auch die Religionsfreiheit - im Grundgesetz festgeschrieben, erläuterte er, daher sei die Schließung seines Theaters rechtswidrig. "Warum sollen Kirchen offen bleiben und Theater schließen müssen?", fragte Hallervorden. "Es wird Zeit, dass richterlich entschieden wird, welchen Rang die Kultur auch in Zeiten der Pandemie eigentlich in Deutschland einnehmen soll."

Zudem äußerte sich der Schauspieler skeptisch gegenüber einer Corona-Impfung. "Die Frage ist, ob man hier nicht zu voreilig bereit ist zu spritzen", äußerte er seine Bedenken. Schließlich werden andere Impfstoffe vor der Freigabe jahrelang getestet. Nichtsdestotrotz schließe er eine Impfung selbst nicht aus: Da er zur Risikogruppe gehöre, werde er es sich noch überlegen, ob er sich die Spritze injizieren lasse. "Ich glaube aber beinahe ja."