Ungarn-Wahl: Was Europa bei einem erneuten Sieg von Viktor Orbán droht

Marco Fieber
Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán winkt dem Volk

Flüchtlinge, Brüssel und George Soros.

Das sind die erklärten Gegner des ungarischen Ministerpräsidenten Viktor Orbán. So verbreitet er die Mähr, dass Soros in Zusammenarbeit mit der Europäischen Union die Massenzuwanderung von Muslimen nach Europa steuere. 

Der zentrale, von Orbáns ständig wiederholte, Vorwurf: Die europäischen Völker würden sich selbst ihrer “christlichen und nationalen Identität” berauben. Bei vielen Wählern verfängt die bereits seit Monaten laufenden Kampagne jedoch.

Seit 2010 regiert Orbán schon das mittelosteuropäische Land. Komfortable Mehrheiten ermöglichten es ihm, Ungarn nach seinen Wünschen umzubauen, die Gewaltenteilung und die Medien zu schleifen sowie sich und seine Vertrauten zu bereichern. 

Am Sonntag wird nun das neue Parlament gewählt. Warum es für Orbáns Partei trotz klarem Vorsprungs Risiken gibt und auf was sich Europa vorbereiten sollte – auf den Punkt gebracht.

Die Ausgangslage vor der Parlamentswahl in Ungarn:

Wie in Deutschland besteht in Ungarn auch eine Fünf-Prozent-Hürde. Folgende Parteien werden wohl ins Parlament einziehen:

Fidesz: Die rechtskonservative Partei von Regierungschef Orbán liegt laut UMfragen derzeit bei um die 50 Prozent. “In den letzten Jahren ist Fidesz immer weiter nach rechts...

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