"Ungarn verwandelt sich in ein zweites Russland"

Marco Fieber
In einem Wahlwerbespot der Momentum Bewegung spricht András Fekete-Győr auf dem symbolträchtigen Heldenplatz in Budapest

Popige Musik, Europa-Flaggen aber vor allem junge Menschen. Das neueste Wahlkampfvideo der ungarischen Partei Momentum Mozgalom (Momentum-Bewegung) will noch einmal die Jugend wachrütteln. Noch ein letztes mal elektrisieren, ehe es am Sonntag zur Parlamentswahl geht.

“Sag mir, woran du glaubst!”, heißt es ganz am Anfang des kurzen Clips. Für die Anhänger der jungen Bewegung zählt vor allem der Glaube, dass es irgendwann ein Ungarn ohne den aktuellen Regierungschef Viktor Orbàn gibt.

“Für Orbán ist der russische Staatschef Wladimir Putin ein Vorbild – und nicht Frankreichs Staatschef Emanuel Macron oder Kanzlerin Angela Merkel”, sagt Momentum-Parteichef András Fekete-Győr der HuffPost. Für das junge Ungarn sei aber Europa und seine Werte der Sehnsuchtsort.

Doch aus Sicht des eloquenten 28-jährigen “verwandelt Orbáns Regierung Ungarn in einen autoritären Staat, in ein zweites Russland.

Meinungsforscher sehen Momentum derzeit nur bei zwei oder drei Prozent. Die erst im vorigen März registrierte Partei würde damit den Einzug in das Parlament verfehlen.

Fekete-Győr gibt sich dennoch hoffnungsvoll. Er setzt auf die Durchsetzungskraft der Jugend – und auf die Zeit.

Alle gegen einen: Viktor Orbán

Momentum will “Ungarn ins 21. Jahrhundert führen und eine Gesellschaft aufbauen, die nicht von ideologischen Kämpfen geteilt, sondern von gemeinsamen Zielen zusammengehalten wird”, heißt es in der Präambel des Parteiprogramms

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