Ungarn demonstrieren für neues Wahlrecht

In der ungarischen Hauptstadt Budapest haben Demonstranten eine Änderung des Wahlrechts gefordert. Die Fidesz-Partei des alten und neuen Ministerpräsidenten Viktor Orban hatte die Parlamentswahl am 8. April deutlich gewonnen und knapp 50 Prozent der Stimmen erhalten. Das schmeckt offenbar nicht jedem.

Ein Demonstrant sagt, er wolle in einem politischen System leben, in dem die Medien nicht ausgeschaltet würden, wo Geld für die wichtigen Dinge da sei und nicht bloß für die Fidesz-Partei.

Und eine Frau findet, das Wichtigste sei, in einer Demokratie zu leben, in der Transparenz herrsche. Sie wolle hier in Ungarn leben, deswegen sei es wichtig, dass sie sich all diesen Menschen anschließe, die ebenfalls nicht einverstanden seien.

Die Fidesz-Partei verfügt im Parlament mit 134 von 199 Sitzen künftig über eine Zweidrittelmehrheit.

euronews-Reporterin Andrea Hajagos kommentiert: „An anderen Orten haben sich viele Leute mit den Budapester Demonstranten solidarisch gezeigt. Es gab Kundgebungen in anderen größeren Städten Ungarns sowie in mindestens acht anderen Ländern.“