Prozess in Berlin: Unfall auf Tempelhofer Feld - Gericht weist Klage ab

Fahrradfahrer auf dem Tempelhofer Feld (Archivbild)

Der 22. Zivilsenat des Kammergerichts Berlin hat die Berufung eines Fahrradfahrers zurückgewiesen, der nach einem Unfall auf dem Tempelhofer Feld auf Schmerzensgeld geklagt hatte. Der Kläger war am 17. März 2015 mit einem Kettcar zusammengestoßen und schwer gestürzt. Zuvor hatte bereits das Landgericht die Klage abgewiesen.

Der Fahrradfahrer war damals auf der knapp fünfzehn Meter breiten Außenbahn des ehemaligen Flugplatzes unterwegs. Auf dieser fuhr auch eine Gruppe von Kindern mit Kettcars nebeneinander. In einem dieser Kettcars saß der Betreuer der Gruppe. Gelenkt wurde es allerdings von einem Kind. Dieses Kettcar scherte plötzlich aus und es kam zum Zusammenstoß mit dem Fahrradfahrer, der über den Lenker seines Fahrrades fiel und mehrere Brüche am linken Ellenbogen und am Mittelhandknochen davontrug.

In erster Instanz hatte der Kläger vor dem Landgericht Berlin Klage gegen den Arbeitgeber des Betreuers der Gruppe erhoben. Er forderte Schmerzensgeld in Höhe von 7.000 bis 13.000 Euro und eine finanzielle Übernahme aller Folgekosten. Das Landgericht wies die Klage ab. Ein Fehlverhalten des Betreuers habe nicht vorgelegen, so die Begründung. Das Kammergericht folgte der Argumentation. Alle Beteiligten müssten die Grundregel der Straßenverkehrsordnung einhalten, nämlich stets Vorsicht und gegenseitige Rücksicht walten zu lassen und andere nicht zu gefährden. Der Kläger habe mit dem Ausscheren des Kettcars rechnen müssen, "denn bei Gruppenfahrten sei zu erwarten, dass einzelne F...

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