Nach Unfall: Mahnwache für verstorbenen Radfahrer in Lichterfelde

Mehrere Menschen halten an der Goerzallee eine Mahnwache ab

Der Tod eines 77 Jahre alten Radfahrers vergangenen Freitag nach einem Unfall an der Goerzallee in Lichterfelde hat die Debatte um sichere Radwege erneut entfacht. "Dieser Unfall hätte, wie so viele andere, nicht passieren dürfen. Er ist die Folge einer Verkehrsplanung, die den schwächeren Verkehrsteilnehmern nur unzureichend Schutz gewährt", sagt Denis Petri vom "Volksentscheid Fahrrad". Er hatte am Sonntag zur Mahnwache an der Goerzallee für den fünften getöteten Radfahrer 2017 und zum "Gedenken gegen Pseudoschutz", aufgerufen.

Auf Berlins Straßen wurden in den vergangenen Jahren viele Fahrradschutzstreifen angelegt. Doch nach Auffassung der Initiatoren des "Volksentscheids Fahrrad" ist ein zu geringer Mindestabstand zu parkenden Autos ausgewiesen. "Daher können Radfahrende häufig nicht den erforderlichen Abstand von mindestens einem Meter zu parkenden Autos wahren. Diese sogenannten Schutzstreifen bieten also keinen Schutz vor ,Dooring', einer der häufigsten Unfallursachen für Radfah­rende", sagt Peter Feldkamp vom "Volksentscheid Fahrrad". Mit Dooring ist das plötzliche Öffnen einer Autotür gemeint.

Der 77 Jahre alte Radfahrer musste am Freitag zunächst einer plötzlich aufgehenden Tür eines Kleintransporters ausweichen. Er strauchelte, geriet auf die Fahrbahn, wurde dort von einem Lkw erfasst und stürzte. Der Mann starb noch am Unfallort an seinen schweren Verletzungen. "Die Regeln müssen sofort so geändert werden, damit Menschenleben endlich mehr zählen als parkende Autos"...

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