Nach Unfall mit Hinz: Österreicherin erhält Fair-Play-Preis

Lisa Theresa Hauser konnte bei Olympia keine Medaille holen

Die österreichische Biathletin Lisa Theresa Hauser ist vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und dem Verband Deutscher Sportjournalisten (VDS) mit dem "Fair Play Preis des Deutschen Sports" ausgezeichnet worden.

Die 24-Jährige überzeugte die Jury mit besonders fairem Verhalten gegenüber ihrer deutschen Konkurrentin Vanessa Hinz beim Weltcup-Massenstartrennen in Oberhof im Januar des vergangenen Jahres.

Die Österreicherin war Hinz versehentlich auf den Stock getreten, der dadurch auf der Strecke liegenblieb. Hauser reichte Hinz daraufhin einen ihrer eigenen Stöcke, damit diese ihr Rennen unbehindert fortführen konnte. 

Hauser stürzte in Abfahrt

Sie selbst lief mit nur einem Stock weiter. Im Anschluss stürzte sie auf einer Abfahrt und musste aufgeben. "Lisa Theresa Hauser war trotz des laufenden Wettkampfes einzig darauf bedacht, dass ihre Konkurrentin keinen Nachteil erleidet", lobte die Jury.

Der Preis wird jährlich an Sportlerinnen, Sportler und Initiativen verliehen, die durch außergewöhnlich faire Gesten und Aktionen beeindruckt haben. 

Die Auszeichnung in der Kategorie "Sonderpreis" ging an die Rugbyabteilung des USV Potsdam, die 2017 zum 15. Mal den Sanssouci-Pokal für Jugendmannschaften unter dem Motto "Rugby spielen gegen rechte Gewalt und Langeweile" ausgerichtet hatte.