Geldautomatensprenger verunglücken mit Fluchtauto auf Autobahn zwischen Wiesbaden und Mainz

Unbekannte Täter haben am frühen Dienstagmorgen zuerst im hessischen Hofheim einen Geldautomaten gesprengt und anschließend auf der Flucht einen schweren Verkehrsunfall verursacht. Wie die Polizeipräsidien in Mainz und Wiesbaden mitteilten, verunglückte das Fluchtauto auf der Autobahn 643 zwischen den beiden Städten. Der Fahrer verlor offenbar die Kontrolle über den Audi, der von der Straße abkam und stark beschädigt wurde.

Die Insassen flohen zu Fuß. Nach ihnen fahndeten Polizisten aus Hessen und Rheinland-Pfalz mit Spürhunden und einem Hubschrauber, bis Dienstagmittag jedoch ohne Erfolg. Das Auto wurde von Spezialisten des rheinland-pfälzischen Landeskriminalamts (LKA) untersucht. Es müsse ausgeschlossen werden, dass darin noch gefährliche Substanzen seien, die zum Sprengen eines Geldautomaten genutzt würden, erklärte die Mainzer Polizei.

Am Tatort in Hofheim arbeiteten Experten für Sprengtechnik des hessischen LKA, die Kriminalpolizei und ein Statiker. Wie die Polizei mitteilte, gelang es den Tätern nicht, Bargeld zu stehlen. Bei der Sprengung des Geldautomaten sei aber ein Geschäftshaus beschädigt worden. In dem Geldautomaten sei außerdem nicht explodierter Sprengstoff gefunden worden. Dieser sei auf einem nahen Feld gezündet worden.

Erste Schätzungen gingen von einem Schaden in niedriger sechsstelliger Höhe an dem Gebäude aus. Auf der A643 wurde der Fahrbahnteiler durch den Unfall auf die Gegenfahrbahn verschoben. Es kam zu massiven Verkehrsbehinderungen rund um die Schiersteiner Brücke über den Rhein zwischen den beiden Landeshauptstädten.

smb/cfm