Unesco-Welterbekomitee entscheidet über fünf Nominierungen in Deutschland

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Unesco-Hauptsitz in Paris

Das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation Unesco entscheidet auf seiner kommenden Sitzung auch über fünf Nominierungen in Deutschland. So sollen die Künstlerkolonie Mathildenhöhe in Darmstadt sowie die Städte Speyer, Worms und Mainz mit ihrem außergewöhnlichen jüdischen Erbe auf Antrag Deutschlands in die Welterbeliste aufgenommen werden, wie die Deutsche Unesco-Kommission am Donnerstag in Bonn mitteilte.

Gemeinsam mit Belgien, Frankreich, Großbritannien, Italien, Österreich und unter der Federführung Tschechiens schlägt Deutschland außerdem die bedeutenden europäischen Bäder des 19. Jahrhunderts als Welterbestätte vor. Zu diesen Kurorten, die sich um natürliche Mineralquellen herum entwickelten, gehören Bad Ems, Bad Kissingen und Baden-Baden.

Zudem wird über den Niedergermanischen Limes unter der Federführung der Niederlande entschieden und erneut über die Aufnahme einer weiteren früheren Grenze des Römischen Reichs - den Donaulimes, den Deutschland gemeinsam mit der Slowakei und Österreich unter der Federführung Ungarns nominierte.

Die 44. Sitzung des Welterbekomitees findet vom 16. bis zum 31. Juli online statt und wird in diesem Jahr aus Fuzhou in China geleitet. Ursprünglich war die Sitzung bereits für den vergangenen Sommer geplant, sie musste aber wegen der Corona-Pandemie verschoben werden.

Für die Unesco-Liste des Kultur- und Naturerbes der Welt sind insgesamt mehr als 40 Stätten nominiert, darunter die Regenwälder und Feuchtgebiete der Region Kolchis in Georgien, die Bergbaulandschaft von Rosia Montana in Rumänien und das Anwesen des Landschaftsarchitekten Roberto Burle Marx in Rio de Janeiro in Brasilien.

Derzeit gehören 1121 Kultur- und Naturstätten in 167 Ländern zum Unesco-Welterbe. Darunter sind 46 Stätten in Deutschland.

hex/cfm

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