Unabhängig vom Alter Impfungen möglich: Auch Berlin gibt AstraZeneca für alle frei

Lars Petersen
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Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD).
Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD).

Nach Sachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern will nun auch Berlin nach Informationen von Business Insider AstraZeneca für alle freigeben.

Der Grund ist in allen Ländern im Prinzip der gleiche: Für den Schutz der Hoch-Risikogruppen spielt AstraZeneca nur noch eine untergeordnete Rolle. Denn viele ältere und gesundheitlich gefährdete Menschen sind inzwischen geimpft. So beginnt Berlin mit Einladungen bereits für die letzte Prioritätengruppe, bevor dann ohnehin Impfungen für alle vorgesehen sind.

So geht das Mittel inzwischen auch kaum noch in die Impfzentren, sondern in die Arztpraxen. Dort haben die Mediziner durch eine kürzliche Änderung der AstraZeneca-Impfempfehlung durch die Ständige Impfkommission inzwischen mehr Rechtssicherheit, das Mittel auch unter 60-Jährigen zu geben. Nur noch eine ärztliche Aufklärung ist vorgeschrieben. Defacto ist damit das Mittel damit ohnehin schon von der Stiko für alle freigegeben.

Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD): „Mit dieser Entscheidung werden wir der aktuellen epidemiologischen Lage gerecht, so wie es auch die Impfverordnung vorsieht. In der aktuellen Infektionswelle kommt es darauf an, möglichst viele Menschen möglichst bald zu immunisieren – auch mit dem aufklärungsintensiven AstraZeneca-Impfstoff.“

Nach Informationen von Business Insider wollen Bund und Länder auf einem gemeinsamen Impfgipfel am Montag über eine bundesweite Aufhebung der Prioritätengruppe 3 beraten. Käme es dazu, könnten vor allem jüngere und gesunde Menschen noch schneller profitieren.