UN: Wirtschaftsaktivitäten an Land fördern Zerstörung der Weltmeere

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NAIROBI (dpa-AFX) - Wirtschaftliche Aktivitäten an Land tragen massiv zur Zerstörung der Weltmeere bei, warnt das Umweltprogramm der Vereinten Nationen (Unep) in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht. Rund 80 Prozent der Meeres- und Küstenverschmutzung weltweit entstehe an Land. Besonders hohe Schäden verursachen demnach Landwirtschaft und Häfen sowie die Aquakultur etwa in küstennahen Feuchtgebieten oder an Flussmündungen. Der Report verweist unter anderem auf die stark gestiegene Zerstörung von Mangrovenwäldern für die Shrimps-Zucht. Wirtschaftsaktivitäten an Land haben nach Unep-Angaben auch negative Auswirkungen auf Sektoren der "blauen Wirtschaft", einschließlich Fischerei, Aquakultur und Tourismus, hieß es.

Bislang gäbe es, wenn überhaupt, nur sehr wenige wirksame Regelungsmechanismen, die die Interaktionen zwischen Land und Ozean steuern, sagte der Sondergesandte des UN-Generalsekretärs für den Ozean, Peter Thomson, während der Vorstellung des Berichts. Daher müsse ein "koordinierter globaler Ansatz" zur Rettung der Ozeane entwickelt werden, so Thomson. Isolierte, fragmentierte Interventionen zeigten nur minimale Auswirkungen.

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