UN-Sondergesandte: Mehr Fokus auf Nahrung im Kampf gegen Klimawandel

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GLASGOW (dpa-AFX) - Mit Blick auf den UN-Weltklimagipfel hat die UN-Sondergesandte Agnes Kalibata gefordert, deutlich mehr Aufmerksamkeit auf die Themen Nahrung und Landwirtschaft zu richten. "Wir müssen über Ernährung sprechen, um die Klimakrise anzugehen", sagte die Wissenschaftlerin aus Ruanda am Mittwoch laut einer Mitteilung. Es gebe keinen Weg hin zum 1,5-Grad-Ziel, ohne Ernährung in den Fokus der COP-Gespräche zu nehmen. Es müsse sichergestellt werden, dass sich Nahrungsmittelsysteme an den Klimawandel anpassten und widerstandsfähig genug seien, um weiter Menschen zu ernähren.

Die UN-Sondergesandte für den Welternährungsgipfel 2021 kritisierte, beim COP26 im schottischen Glasgow sei zwar über Fragen im Zusammenhang mit Nahrung gesprochen worden, jedoch seien sie überwiegend nicht Teil der Diskussionen und Vereinbarungen der Mitgliedstaaten gewesen. Beim COP27 im kommenden Jahr brauche es einen gesonderten Fokus auf das Thema Ernährungssysteme, forderte sie.

Kalibata warnte, dass in Afrika in den kommenden acht Erntezeiten weitere 100 Millionen Menschen in extreme Armut gedrängt werden könnten, wenn im Kampf gegen den Klimawandel nicht sofort gehandelt werde. Kalibata forderte von reichen Staaten, Entwicklungs- und Schwellenländer bei der Finanzierung ihrer Anpassungsstrategien zu unterstützen.

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