UN-Menschenrechtsrat verurteilt Gräueltaten in der Ukraine

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat mit großer Mehrheit beschlossen, den Vorwürfen schwerwiegender Verstöße durch russische Einheiten in der Ukraine nachzugehen. Einen entsprechenden Antrag hat die Ukraine eingereicht, die von 33 Ländern befürwortet, von zweien (China und Eritrea) abgelehnt wurde.12 Länder enthielten sich.

Der russische Botschafter prangerte unterdessen die "Dämonisierung Russlands durch den Westen" an. Russland, das seit April aus dem Menschenrechtsrat ausgeschlossen ist, verzichtete auf sein Recht, als betroffener Staat an der Sitzung teilzunehmen.

Die Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Michelle Bachelet, erklärte: "Das Ausmaß unrechtmäßiger Tötungen, darunter Anzeichen für Massenhinrichtungen in Gegenden nördlich von Kiew ist schockierend. Während wir Informationen zu rund 300 dieser Tötungen haben, werden diese Zahlen mit zunehmender Beweislage weiter steigen."

Hinrichtungen, Folter, Vergewaltigungen, gezielte Angriffe auf Zivilisten und Schulen. Die Liste der Anschuldigungen ist schockierend, und unter den Opfern befinden sich zahlreiche Kinder.

"Allein im vergangenen Monat haben die Vereinten Nationen beweisen können, dass fast 800 Kinder getötet wurden. Wir glauben, dass die tatsächliche Zahl wesentlich höher liegt. Mehr Kinder sind verletzt worden und sind mit schweren Verstößen ihrer Rechte konfrontiert", sagte Omar Abdi, stellvertretender Direktor des Kinderhilfswerks Unicef.

Abdi weist darauf hin, dass Schulen wiederholt das Ziel von russischen Angriffen geworden sind. Erst an diesem Donnerstag war ein Schulkomplex in der Region Tschernihiw unter Beschuss gekommen. Mindestens drei Menschen wurden dabei getötet und zwölf weitere verletzt.

In der Ortschaft Stepanki unweit von Charkiw geht die Exhumierung mutmaßlicher Kriegsopfer weiter. Die örtlichen Behörden werfen den russischen Einheiten vor, Ende März Wohnhäuser ins Visier genommen - und dabei zahlreiche Zivilisten getötet zu haben.

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