UN-Klimabericht: Rekordanstieg von Treibhausgasen in der Atmosphäre

Die Vereinten Nationen sehen einzelne Hoffnungsschimmer in dem Kampf gegen den weltweiten Klimawandel, dennoch reichen die Fortschritte bei weitem nicht aus. Das geht aus einem neuen Bericht des UN-Klimasekretariats in Bonn hervor, der an diesem Mittwoch vorgestellt wurde.

Laut dem Bericht wird der CO-2-Ausstoß nach 2030 sinken, allerdings sei das nicht genug, um das 1,5-Grad Ziel zu erreichen.

Besonders beunruhigend ist die Konzentration der Treibhausgase Methan, Kohlendioxid und Lachgas. Deren Konzentration hat im vergangenen Jahr einen Höchststand seit Beginn der systematischen Messung vor 40 Jahren erreicht.

"Bei all diesen drei Gasen haben wir wieder neue Rekorde aufgestellt, so dass wir bisher keine wirkliche Verbesserung der Atmosphäre feststellen konnten, sagte der Generalsekretär der Weltwetterorganisation, Petteri Taalas, am Mittwoch in New York. "In den letzten Jahren haben wir zum Beispiel in vielen Ländern, in denen die Kohlendioxid-Emissionen zurückgegangen sind, Lockdowns erlebt, aber wegen der sehr langen Lebensdauer dieser Gase haben wir keine wirkliche Verbesserung in der Atmosphäre gesehen."

Im November findet die Weltklimakonferenz COP 27 im ägyptischen Scharm Al Scheich statt.

Angesichts der Hitzewellen, Flutkatastrophen und heftigen Stürme, die der Klimawandel verursacht, rufen die UN-Klimaexperten die Politik dazu auf, dringend zu handeln und ihre Anstrengungen gegen den Anstieg von Treibhausgasen deutlich zu verstärken.