UN-Generalsekretär fordert Ende der Gewalt im Iran

UN-Generalsekretär Antonio Guterres

UN-Generalsekretär Antonio Guterres hat ein Ende der Gewalt im Iran gefordert. Er beobachte "die jüngsten Entwicklungen in dem Land mit Sorge", erklärte Guterres am Mittwoch mit Blick auf die teils gewaltsamen Proteste im Iran. "Weitere Gewalt muss vermieden werden", fügte er hinzu.

Guterres forderte die Demonstranten auf, sich bei ihren Protesten friedlich zu verhalten. Gleichzeitig appellierte er an die iranische Regierung, die Versammlungsfreiheit und das Recht auf freie Meinungsäußerung zu achten.

Auch UN-Menschenrechtskommissar Zeid Ra'ad al-Hussein rief die Staatsführung in Teheran zur Zurückhaltung auf, "um die Gewalt und die Unruhen nicht weiter anzuheizen". Friedliche Proteste dürften "nicht kriminalisiert werden".

Die USA erwägen derweil neue Sanktionen gegen den Iran, um die Gewalt gegen Demonstranten zu ahnden. Die Strafmaßnahmen könnten sich gegen Vertreter der iranischen Regierung und ihre Unterstützer richten, die für Menschenrechtsverstöße oder Zensur verantwortlich seien, sagte ein ranghoher Vertreter des Weißen Hauses am Mittwoch.

Die Islamische Republik wird derzeit von den größten Unruhen seit 2009 erschüttert. Die Proteste der zumeist jugendlichen Demonstranten hatten am Donnerstag in Maschhad begonnen und breiteten sich seitdem auf zahlreiche Städte aus, wobei sie teils in Gewalt umschlugen. Mindestens 21 Menschen kamen bereits bei Zusammenstößen ums Leben. Hunderte Demonstranten wurden festgenommen. Als ein Grund für die Unruhen gilt die wirtschaftliche Unzufriedenheit in weiten Teilen der Bevölkerung.