UN-Generalsekretär fordert Aufhebung von Blockade der Gelder für Afghanistan

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Afghanische Kinder teilen sich Brot (AFP/Mohd RASFAN)

UN-Generalsekretär António Guterres hat die USA und die Weltbank aufgefordert, die seit der Machtübernahme der Taliban eingefrorenen Hilfsgelder für Afghanistan freizugeben. Es müsse verhindert werden, dass "der Albtraum, der sich in Afghanistan abspielt", noch schlimmer werde, sagte Guterres am Donnerstag vor Journalisten in New York. Es gehe darum, einen "Zusammenbruch zu verhindern, der zu Armut, Hunger und Elend für Millionen von Menschen führen würde".

Seit der Machtübernahme durch die Taliban hat die internationale Gemeinschaft Milliarden an Guthaben und Hilfsgeldern für Afghanistan eingefroren. Das Land befindet sich derzeit in einer schweren Wirtschaftskrise. Die Lage der Bevölkerung wird durch den harten Winter noch verschärft.

Derweil verabschiedeten die Taliban eigenen Angaben zufolge ihren ersten Haushaltsplan seit der Machtübernahme. "Zum ersten Mal in den letzten zwei Jahrzehnten haben wir einen Haushalt aufgestellt, der nicht von ausländischer Hilfe abhängig ist, und das ist ein großer Erfolg für uns", sagte ein Sprecher des Finanzministeriums am Donnerstag.

Der am Vortag verabschiedete Haushalt in Höhe von umgerechnet rund 443 Millionen Euro gilt demnach für das erste Quartal 2022 und ist fast ausschließlich für die Finanzierung staatlicher Einrichtungen bestimmt.

gap/lan

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