UN-Bericht: Emissionen erreichen höheres Niveau als vor der Pandemie

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Nach der Corona-Pandemie ist die Weltwirtschaft weit von einer Trendwende in Sachen Erderwärmung entfernt. Das geht aus dem jüngsten Bericht der Vereinten Nationen im Vorfeld der UN-Generalversammlung in der kommenden Woche hervor.

Emissionen erreichen höheres Niveau als vor der Pandemie

So haben die CO2-Emissionen aus fossilen Quellen von Januar bis Juli wieder das Niveau von 2019 - also vor der Pandemie - erreicht. UN-Generalsekretär Antonio Guterres warnte vor "katastrophalen" Folgen:

"Wir sind weit davon entfernt, die Ziele des fünf Jahre alten Pariser Abkommens zu erreichen. Dieser Bericht zeigt, wie weit wir vom Kurs abgekommen sind. Die vergangenen fünf Jahre gehören zu den wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen. Wir zerstören immer weiter die Dinge, auf die wir für das Leben auf der Erde angewiesen sind."

Er warnte auch davor, dass eine Begrenzung der globalen Erwärmung auf 1,5 Grad Celsius ohne eine "sofortige, rasche und umfassende Verringerung der Treibhausgasemissionen" nicht möglich sei.

Die jüngsten Extremwetterereignisse - von Hurrikan Ida in den USA Überschwemmungen in Westeuropa bis hin zur tödlichen Hitzewelle im pazifischen Nordwesten - zeigten, dass kein Land vor klimabedingten Katastrophen sicher sei.

Klimaerwärmung schreitet schneller voran

Der Emissionsrückgang während des ersten Lockdowns im Frühjahr 2020 sei nur ein "kurzer Aussetzer" gewesen, wie aus dem gemeinsamen Bericht der Weltwetterorganisation (WMO), dem Weltklimarat (IPCC) und anderen hervorgeht.

Der Ruf, die Weltwirtschaft nach der Pandemie nachhaltiger wieder aufzubauen, verhallt scheinbar ungehört. Die Konzentration an Treibhausgasen in der Atmoshäre, die zur Erderwärmung beitragen, nahm jedoch dem Bericht zufolge voriges Jahr und in der ersten Jahreshälfte 2021 in der Atmosphäre weiter zu.

Auf der Erde war es in den vergangenen fünf Jahren durchschnittlich 1,06 bis 1,26 Grad wärmer als im vorindustriellen Zeitalter. Bis 2025 könnte der Wert auf bis zu 1,8 Grad klettern. Ein Anstieg des Meeresspiegels zwischen 0,3 und 3,1 Meter ist auch beim Erreichen der Klimaziele bis zum Jahr 2300 nicht ausgeschlossen.

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