Umweltministerin Schulze will Einsatz von Glyphosat beenden

Marco Fieber
Ein Landwirt sprüht selektive Herbizide zur Vernichtung von Unkraut auf ein Feld mit Zuckerrüben bei Münstedt in Niedersachsen.

► Bundesumweltministerin Svenja Schulze will den Einsatz des umstrittenen Unkrautgifts Glyphosat bis spätestens 2021 unterbinden

► “Wir müssen den Einsatz von Glyphosat in dieser Legislaturperiode beenden”, erklärte die SPD-Politikerin der “Bild”.

► Ihre Begründung: “Das Insektensterben nimmt massiv zu.” Zusammen mit Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner wolle sie dafür sorgen, “dass es draußen weiter brummt”. 

Darum ist das Ende des Einsatzes von Glyphosat wichtig

Schulzes Amtsvorgängerin Barbara Hendricks (SPD) war mit dem ehemaligen Agrarminister Christian Schmidt (CSU) wegen Glyphosat aneinander geraten: Schmidt hatte der erneuten Zulassung auf EU-Ebene ohne Hendricks’ Einverständnis zugestimmt.

Im Koalitionsvertrag der Groko heißt es nun, die Anwendung des Mittels solle “deutlich” eingeschränkt werde mit dem Ziel, sie “so schnell wie möglich grundsätzlich zu beenden”. Schulze prescht diesbezüglich nun voran.

Pikant: Glyphosat-Hersteller Monsanto ist Ende 2016 vomdeutschen Chemie- und Pharmaziefabrikanten Bayer übernommen wurden, die US-Wettbewerbshüter müssen dem Deal allerdings noch zustimmen.

Was ihr noch über die Pläne von Umweltministerin Schulze wissen müsst

Dem Widerstand der Bauer sieht Schulze gelassen entgegen. “Sie selbst wären ohne die Bienen und andere Insekten ja auch verloren, sie brauchen sie zur Bestäubung. Wir wollen die Landwirte in diesem Prozess mitnehmen“, erklärte Schulze.

Sie setze auf eine gute Zusammenarbeit mit Klöckner. “Frauenpower voran! Wir müssen das einfach...

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