Umweltministerin Schulze kündigt Förderung von Klimaprojekten in der Industrie an

Umweltministerin Svenja Schulze (SPD)

Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) hat ein staatliches Förderprogramm für Klimaschutzprojekte in energieintensiven Industrien wie Stahl- und Zementwerken angekündigt. Gemeinsam mit dem Wirtschafts- und dem Forschungsministerium wolle sie ein Förderprogramm zur "Dekarbonisierung von energieintensiven Industrien, zum Beispiel der Stahl- und der Zementindustrie, auflegen", sagte die Ministerin der "Rheinischen Post" vom Freitag.

Beide Branchen nutzten fossile Brennträger für ihre Produktionsprozesse, fuhr Schulze fort. "Wir wollen als Bund bis zu 50 Prozent der Kosten erstatten, wenn ein Unternehmen eine alternative Technologie mit emissionsfreier Energie entwickelt." Allein die Stahlindustrie sei für rund 56 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr verantwortlich, Zementwerke für etwa 20 Millionen Tonnen, sagte die Umweltministerin der "Rheinischen Post". Neue Techniken im Bereich der Schmelzöfen könnten diese Emissionen deutlich senken.

Laut Koalitionsvertrag der Regierung wollen Union und SPD verbindliche CO2-Einsparungen in Bereichen wie Industrie und Verkehr festlegen, um zumindest das Klimaziel bis zum Jahr 2030 zu erreichen. Das Klimaziel für 2020 wird wohl nicht erreicht.