Umweltministerin Lemke wirbt für klimagerechten Umbau von Städten

DESSAU (dpa-AFX) - Bundesumweltministerin Steffi Lemke (Grüne) wirbt für einen klimagerechten Umbau von Städten und Gemeinden. Um Starkregen und Hitzewellen künftig besser entgegenzuwirken, seien eine gute Anpassung an die Folgen des Klimawandels und ein schonender Umgang mit Ressourcen wichtig, betonte Lemke am Montag bei einer Fachkonferenz in Dessau zur sogenannten Schwammstadt.

Bei diesem Konzept geht es um die Fähigkeit einer Stadt, Regenwasser wie ein Schwamm aufzusaugen und für eine spätere Nutzung zu speichern. "Als Schwammstadt können Städte gleichzeitig zu Klimaanpassung und Klimaschutz beitragen - und dabei lebenswerter werden", erklärte die Ministerin. Besonders in Städten würden Hitzewellen immer mehr zur Gesundheitsbelastung, vor allem für ältere Menschen, Kinder und Kranke. Sie betonte, gerade der Umgang mit der Ressource Wasser sei entscheidend, um sich an die Folgen der globalen Erderwärmung anzupassen. Das Wassermanagement müsse "zu einem wichtigen Element der Stadtentwicklung" werden.

Die Bundesregierung stimmt sich derzeit über einen Entwurf des Umweltministeriums für eine Nationale Wasserstrategie ab. Diese soll nach Lemkes Angaben bis Jahresende im Kabinett verabschiedet werden. Ziel ist neben einer stabilen Versorgung mit Trinkwasser auch die Anpassung von Infrastruktur und Stadtentwicklung an die Klimawandelfolgen.

Auch andere Programme des Bundes, etwa das im März vorgestellte Aktionsprogramm für den natürlichen Klimaschutz, sollen zu klimagerechteren Städten in Deutschland beitragen, etwa durch mehr Grünflächen und weniger Versiegelung von Böden.

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