Umwelt: Sportplatz wird saniert

Für die kieselrotbelastete Sportanlage an der Humboldtstraße, die von Schulen und Kölner Vereinen genutzt wird, sind umfangreiche Sanierungsarbeiten geplant. Das teilte die Verwaltung in der Porzer Bezirksvertretung mit. Grund dafür ist eine großflächige Dioxinbelastung des Oberflächenbelages auf dem nördlich gelegenen Platz der Sportanlage, die bei Untersuchungen festgestellt wurde und oberhalb des Maßnahmenwertes der Bundesbodenschutzverordnung für die Nutzung als Park- und Freizeitfläche liegt. Zudem wurden besonders in der Sprung- und Kampfbahn erhöhte Kupferbelastungen festgestellt.

Die mit Kieselrot belegte Fläche besteht aus einem Sportplatz, einer umlaufenden Kampfbahn, zwei Weitsprunganlagen, einer dreistufigen Tribüne und einem Gehweg um die Sportanlage herum. Eine Sanierung des nördlichen Sportplatzgeländes, die Ende des Jahres durchgeführt werden soll, sei nach dem Bundesbodenschutzgesetz zum Zweck einer nachhaltigen Gefahrenabwehr erforderlich. Im Zuge der geplanten Maßnahmen sollen die Tennenbeläge mit dem belasteten Schlackenunterbau sowie die benachbarten Grünflächen abgetragen und entsorgt werden.

Obwohl der Wert der Bundesbodenschutzverordnung erheblich überschritten werde, könne die Sportanlage in Abstimmung mit dem Gesundheitsamt bis zur Altlastensanierung weiterhin genutzt werden. Nach Abschluss der Sanierungsarbeiten ist der Bau einer neuen, "witterungsunabhängigen und sportfunktionell zeitgemäßen Sportanlage" mit einem Spielfeld aus Kunstrasen, einer Kunststofflaufbahn, Trainingsbeleuchtungsanlagen, Sprunggruben und Weitsprunganlagen geplant. Dabei soll auch die Entwässerung erneuert werden. Zudem sollen Ballfangzäune und Barrieren errichtet sowie die Wege neu gebaut und an die vorhandenen Umkleiden der Schule angeschlossen werden. Mit der geplanten Neugestaltung wird voraussichtlich im dritten Quartal 2018 begonnen, finanziert wird sie durch das Sportamt der Stadt. Für die Altlastensanierung wurden beim Land NRW Fördermittel beantragt und auch genehmigt, die Kosten liegen laut Verwaltung "grob geschätzt" bei rund 754 000 Euro....Lesen Sie den ganzen Artikel bei ksta