Dieselfahrzeuge: Auch in Berlin wird wegen schlechter Luft geklagt

Autos stauen sich am 06.12.2016 auf der Berliner Stadtautobahn A100. Foto: picture alliance / Robert Schlesinger [ Rechtehinweis: picture alliance ]

Kommen Diesel-Fahrverbote auch in Berlin? Nach dem Stuttgarter Gerichtsurteil fordert Umwelt- und Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) ein rasches Handeln der Bundesregierung und der Autohersteller. "Das Ziel muss eine gesetzliche Verpflichtung für die Hersteller sein, Diesel-Pkw so zu ertüchtigen, dass die geltenden Stickoxid-Grenzwerte im realen Betrieb eingehalten werden".

Die Bundesregierung und die Automobilhersteller müssten endlich handeln. Gleichzeitig forderte Günther eine bundesweite blaue Plakette, damit nicht nachgerüstete Dieselfahrzeuge aus Innenstädten herausgehalten werden können. Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) merkte an, dass die Autokonzerne ältere Modelle ob ihrer Milliardengewinne auf eigene Kosten auf Euro-6-Norm umrüsten müssten. "Dann brauchen wir auch keine generellen innerstädtischen Fahrverbote."

Ob es tatsächlich zu Fahrverboten für viele Dieselmodelle kommt, ist offen

Nach der Gerichtsentscheidung müssen Dieselbesitzer in Stuttgart weiter mit Fahrverboten rechnen. Die von den Autokonzernen geplanten Software-Updates, die beim nationalen Diesel-Gipfel am 2. August festgeklopft werden sollen, seien kein adäquates Mittel zur Verbesserung der Luft, so das Gericht am Freitag. Das Land Baden-Württemberg muss seinen Plan zur Luftreinhaltung in Stuttgart nun deutlich nachbessern. Ob es tatsächlich zu Fahrverboten für viele Dieselmodelle kommt, ist aber weiter offen.

Dem Stuttgarter Gerichtsverfahren vorausgegangen war ei...

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