Umwelt: Berliner Senat sagt Einwegbechern den Kampf an

Sollen bald verschwinden: Einwegbecher

Der von Rot-Rot-Grün angestrebte Mehrwegbecher für den Coffee to go kommt – allerdings zunächst nur in einer Light-Version: Umweltsenatorin Regine Günther (Grüne) will nach Informationen der Berliner Morgenpost voraussichtlich noch im Juli eine Kampagne gegen die Becherflut in Berlin präsentieren. Momentan landen in der Hauptstadt pro Jahr rund 170 Millionen Einwegbecher in Mülltonnen.

Möglichst viele Kaffeeanbieter in Berlin sollen ihren Kunden das Angebot unterbreiten, sich ihren Kaffee in mitgebrachte Mehrwegbecher füllen zu lassen. Den Betrieben wird empfohlen, dafür Rabatt zu gewähren. In welcher Höhe und Form, bleibt ihnen überlassen. Beworben werden soll auch ein Mehrwegbechersystem, wie es einige Unternehmen schon anbieten.

Das umweltfreundliche Angebot ist in Berlin zwar nicht neu. Nun könnte aber eine konzertierte Aktion daraus werden. Ziel ist es, dass viel mehr Kaffeeanbieter als bisher mitmachen – und einheitliche Aufkleber an der Tür auf die umweltschonende Variante des Kaffeetrinkens hinweisen. Geplant ist nach Morgenpost-Informationen, dass auch "Visit Berlin", Berlins landeseigene Tourismusagentur, dafür wirbt. Die Berliner Stadtreinigung BSR und Umweltverbände, aber auch der Hotel- und Gaststättenverband sollen bei der Vermarktung mitwirken.

FDP und AfD lehnen die Initiative als überflüssig ab

Auf Anfrage wollte sich die Umweltverwaltung "noch nicht zu den Plänen äußern". Die rot-rot-grüne Koalition hatte den Senat per Parlamentsbeschluss aufgefordert, ein Konze...

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