Umstrittene Studie: Grundeinkommen soll die Wirtschaft um Billionen von Dollar wachsen lassen

Christoph Damm
Forscher haben errechnet, dass das Grundeinkommen die US-Wirtschaft ankurbeln könnte

Nicht nur in Deutschland wird über ein bedingungsloses Grundeinkommen diskutiert. Auch in den USA ist das Thema in den Schlagzeilen, auch weil es dort mit Elon Musk oder Mark Zuckerberg prominente Fürsprecher gibt. Eine neue — umstrittene — Studie spricht sich jetzt für eine Einführung des sozialen Modells aus, da es die Wirtschaft in den nächsten acht Jahren massiv ankurbeln könnte.

Diese Studie kommt vom Roosevelt Institute und bespricht drei mögliche Theorien eines bedingungslosen Grundeinkommens: Das volle Grundeinkommen, bei dem jeder Erwachsene 1.000 US-Dollar im Monat erhält, ein partielles, wobei jeder Erwachsene 500 US-Dollar erhält und eine Kinderzugabe, bei der für jedes Kind 250 US-Dollar ausgezahlt werden. 

Massives Extra-Wachstum prognostiziert

Besonders das sogenannte volle Grundeinkommen hätte einen großen Effekt auf das Wirtschaftswachstum innerhalb der nächsten acht Jahre, erklären die Forscher. Wenn es durch eine höhere Staatsverschuldung finanziert würde, solle es bis dahin um 12,56 bis 13,1 Prozent wachsen — oder, in absoluten Zahlen, um 2,5 Billionen US-Dollar. Würde es allerdings mit anderen Steuern gegenfinanziert, würde der Effekt nur 2,62 Prozent betragen — im Gegenzug dazu aber würde auch die Staatsverschuldung um 1,4 Prozent sinken.

Der Grund für diese positive Erwartung an die Wirtschaft: Laut den Forschern ist es eher wahrscheinlich, dass Menschen mit einem geringen Einkommen zusätzliches Geld ausgeben — im Vergleich zu hohen Vermögen. Bestes Beispiel dafür: Die hohen Cash-Reserven zahlreicher US-Konzerne, die nichts zum Bruttoinlandsprodukt beitragen. Somit würde der Konsum mit monatlich 1.000 US-Dollar extra massiv angekurbelt.

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