Umsatz von Engie-Tochter EGG erneut gesunken

dpa-AFX

GERA (dpa-AFX) - Die Erlöse der Engie-Tochter EGG sind im vergangenen Jahr erneut gesunken. Der Geraer Energieversorger verbuchte einen Umsatz von 146,5 Millionen Euro, wie aus neu veröffentlichten Zahlen des Unternehmens hervorgeht. 2015 lag er noch bei 159,1 Millionen, im Jahr davor sogar bei fast 170,7 Millionen Euro. Einbußen gab es vor allem beim Verkauf von Strom, während die Fernwärme mehr Geld einbrachte. Die Zahl der Mitarbeiter verringerte sich auf 195. Unter dem Strich stand 2016 ein Überschuss von 2,4 Millionen Euro.

Die EGG gehörte lange Zeit mehrheitlich den Stadtwerken Gera. Nach deren Pleite hatte Insolvenzverwalter Michael Jaffé den Anteil von 50,1 Prozent 2016 an den Mitgesellschafter Engie Deutschland verkauft. Künftig wollen die Tochter des französischen Energiekonzerns und die EGG die Fernwärmeversorgung in Gera neu aufstellen. So sollen die beiden Gaskraftwerke aus den 1990er Jahren vorzeitig vom Netz gehen und durch neun kleinere Blockheizkraftwerke für mehr als 39 Millionen Euro ersetzt werden. Außerdem will das Unternehmen das Fernwärmenetz für 6,9 Millionen Euro ertüchtigen.

Hintergrund ist, dass sich durch gesunkene Börsenstrompreise der Betrieb der bisherigen großen Kraftwerke nicht mehr lohnt. Deswegen hatte die EGG in den vergangenen Jahren außer der Reihe Millionenabschreibungen vornehmen müssen. Allerdings war es selbst nicht mit den Geraer Stadtwerken in die Insolvenz gerutscht.